DAHNO Deutsche Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde,  Kopf- und Hals-Chirurgie, e.V.
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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie
 

7. Jahrestagung der Deutschen Akademie für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.

3. und 4. Mai 2008, WCC Bonn (ehem. Bundeshaus) / Haus der Geschichte

Abstracts zum Kursprogramm

Sonntag, 4. Mai 2008
10.00 – 11.45 Uhr
Haus der Geschichte – Seminarraum

Kurs 51

Tympanoplastik mit Knorpel


Kursleiter:
M. Tos, Hellerup (Dänemark)

Der Kurs basiert auf meinem Buch „Cartilage Tympanoplasty“ Thieme, 2008, mit 1094 Zeichnungen. 23 verschiedene Methoden zur Rekonstruktion des Trommelfells mit Knorpel, entnommen von der Concha oder Tragus, werden gezeigt und diskutiert. Die Methoden sind in 6 Gruppen eingeteilt. Nach jeder Gruppe werden die Methoden diskutiert.
Gruppe A: Knorpeltympanoplastik mit Palisaden, Knorpelstreifen (slides), und Knorpelstücken (slices, pieces).
1. „Underlay-Technik“mit schmalen Palisaden, die Stoss am Stoss liegen (Heermann 1992).
2. „On-lay"- Technik mit schmalen Palisaden (½-3mm breit) (Tos 2008).
3. Breite Palisaden, (3½- 5 mm), als „Underlay“ –Technik. (Bernal-Sprekelsen 1997)
4. „Underlay“ Knorpelstreifentechnik oder Dachschindelplastik, wo dünne Knorpelstreifen sich teilweise überlappen, so wie bei Dachziegeln (Neumann A. 1999).
5. „On-lay“ Dachschindelplastik mit teilweiser Überlappung der Streifen (Tos 2008).
6. Die Dornhoffer mosaikartige „underlay“ Knorpeltympanoplastik, wo die Knorpelstücke wie ein Puzzlespiel zusammengesetzt sind (2003).
Gruppe B: Knorpelplattentechnik mit dünnen Folien oder Blättchen (0.2-0,3 mm) (foils), und dicke Platten (0.4-1.0 mm), alle ohne Perichondrium.
7. „Underlay“ Knorpelplattentechnik mit dünnen Folien (Blättchen), die sich  überlappen (Mürbe et el 2002, Abou et al 2005).
8. „Onlay “ Knorpelplattentechnik mit dünnen Blättchen mit Überlappung wie bei Tulpenblüten (Mürbe et al. 2002, Tos 2008).
9. Dicke Platten in „Onlay“ Technik, plaziert auf die Lamina Propria (Jansen 1963, Weichselbaumer 1968, Kleinsasser u.Glanschneider 1969).
10. Dicke Platten in „Underlay“ Technik, mit verschiedenen Plazierungen (Martin u. Martin 1973).
Gruppe C: Tympanoplastik mit Perichondrium-Knorpelinsel –Verbundtransplantat (cartilage-perichondrium composite island graft). Das Perichondrium ist auf der Gehörgangseite des Knorpel-Inseln angeheftet und ist als freier Lappen meistens auf den Gehörgangsknochen plaziert. Die Knorpelinsel hängt auf dem Perichondrium-Lappen („suspended“).
11. Superior oder Attik Inselgraft, bei Defekten des Epitympanons (McCleve 1969)
12. Posterior Perichondrium-Knorpelinsel- Tympanoplastik, wo der vordere Perichondrium- Lappen unter dem Trommelfell, der hintere Lappen auf dem Gehörgangsknochen plaziert ist (Linde 1973).
13. Superior und posterior Perichondrium-Knorpelinsel Tympanoplastik (Levinson 1987).
14. Totale Pars tensa Perichondrium- Knorpelinsel-Tympanoplastik (Tollsdorff 1983), mit mehreren verschiedenen Knorpelinseln, die mit einem umgebenden Perichondrium -Lappen fixiert sind, (Nitsche 1985, Jahnke K. 1998, Dornhoffer 2003). 
Gruppe D: Knorpeltympanoplastik mit besonderen totalen Pars tensa Perichondrium-Knorpelinsel- Verbundtransplantaten.
15. „Annular“ Perichondrium- Knorpel Verbundtransplantat, (Goodhill 1967) oder „Spannring“, ein 1½-3mm breiter ovaler Knorpelring, um das Perichondrium zu spannen und den Knorpelring in der Pauke zu fixieren (Klacansky et al 1998, Borkowski et al 1999).
16. “Kronenkorkentympanoplastik“ mit Totalen Pars Tensa Perichondrium-Knorpelinsel- Verbundtransplantat, und mit  langen, überlappenden  Perichondriumlappen, die den Gehörgang bedecken (Hartwein et al 1992).
17. Tympanoplastik mit einem totalen Pars tensa Perichondrium-Knorpelinsel Transplantat zusammen mit einem implantierten T-Tube (Duckert et al 1995).
Gruppe E: Tympanonplastik mit kleineren Perichondrium- Knorpelinsel Verbundtransplantaten für die anterioren, inferioren und subtotalen Perforationen. Die Knorpelinseln sind zwischen 0.4mm und 1.0 mm dick.
18. „Underlay“ Knorpelinsel-Tympanoplastik mit Plazierung des Perichondrium- Knorpelinsel Verbundtransplantates unter der Perforation.
19. „Inlay“- „Underlay“ Perichondrium- Knorpelinsel-Tympanoplastik. Die Knorpelinsel wird von der inneren Seite der Pauke in die Perforation platziert, der umgebende Perichondriumlappen liegt unter dem Trommelfell.
20. „Onlay“ Perichondrium-Knorpelinsel-Verbundtransplantat, wird auf den Perforationsrand und den umgebenden Perichondrium –Lappen auf die Lamina propria platziert.
21. „Inlay“- „Onlay“ Perichondrium-Knorpelinsel-Tympanoplastik. Die Knorpelinsel ist in der Perforation platziert, der umgebende Perichondriumlappen ist auf der Lamina propria des Trommelfells plaziert.
Gruppe F: Spezielle Tympanoplastiken mit Knorpel für kleine und mittelgrosse Perforationen.
22. „Inlay“ Schmetterling -Tymanoplastik mit Knorpel (Inlay butterfly tympanoplasty, Eavey 1998). Etwas grösseres rundes Knorpelstück als die Perforation, mit Perichondrium auf beiden Seiten bedeckt, wird mit den Fingern gehalten und der Knorpelrand parallel mit dem Perichondrium geschnitten. Das Implantat ist wie ein Paukenröhrchen in der Perforation plaziert.
23. Die „tripple C“ Technik, wobei die Knorpelinsel unter das Trommelfell platziert wird und das Perichondrium als „onlay“ Lappen auf der Lamina propria plaziert wird (Fernandes 2003).
Die Ergebnisse der verschiedenen Methoden werden diskutiert.

* Kurs zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung

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